Die Stadt Velbert braucht eine gut funktionierende Wirtschaft, um positiv in die Zukunft zu schauen. Velbert hat in den vergangenen Jahren einen großen strukturellen Wandel durchlebt. So sieht man heute keine rußgeschwärzten Gießereien mehr im Stadtbild. Die Branche der Schließ- und Sicherheitstechnik hat sich vorbildlich entwickelt. Trotzdem birgt die große Abhängigkeit dieser Unternehmen von der Automobil- und Bauindustrie auch Risiken für die ganze Stadt – wie die Finanzkrise 2008 - 2012 gezeigt hat. Velbert braucht weitere Perspektiven im Bereich des produzierenden Gewerbes und mehr Dienstleistungsunternehmen, die sich hier ansiedeln. Nur das vielfältige Spektrum an Arbeitsplätzen sichert die Wirtschaftskraft unserer Stadt, sichert Arbeitsplätze und trägt über Steuereinnahmen zur Finanzierung unseres Gemeinwesens bei.

Die CDU Velbert steht gemeinsam mit ihrer Mittelstandsvereinigung für eine aktive Wirtschaftsförderung, die Unternehmen und Unternehmer bei der Ansiedlung unterstützt und danach weiterhin gerne bedarfsgerecht begleitet. Denn nur ein attraktiver Wirtschaftsstandort kann auch dauerhaft ein attraktiver Lebensraum für seine Bürger sein.


Das haben wir erreicht

  1. Aufbau und kontinuierliche Unterstützung des Vereins „Schlüsselregion“. Dieser Verein hat mittlerweile 130 Mitglieder. Hier werden im „RegioCluster.NRW“ die Qualifikationen „Schließen, Sichern und Beschlag“ für unsere Region gebündelt.

  2. Weiche Standortfaktoren wie ein ansprechendes und attraktives Freizeitangebot in den Bereichen Sport und Naherholung haben sich kontinuierlich verbessert und machen Velbert im Ballungsraum Rhein-Ruhr als Wohn- und Arbeitsstandort für Fachkräfte attraktiv.

  3. Wir haben den Berufschulstandort in Velbert gesichert und begegnen dem Fachkräftemangel mit der qualifizierten Ausbildung am Campus Velbert/Heiligenhaus.  

  4. Wir haben Rahmenbedingungen geschaffen, durch die Unternehmen sichere Arbeitsplätze schaffen konnten. Wir haben uns durch die Verkürzung von Genehmigungsverfahren und durch Werbung für Ausbildungsplätze in den Betrieben für die unbürokratische Ansiedlung von Firmen eingesetzt.

  5. Arbeitsplätze werden auch durch Investitionen geschaffen. Hier lässt sich eine Vielzahl von Projekten in Velbert nennen: Das Medicum, das Gesundheitshaus, das Einkaufszentrum an der Kleestraße, das Neubaugebiet und das Einkaufscenter an der Schmalenhofer Straße im Bereich der ehemaligen Gewerbefläche Woeste, das Einkaufszentrum am Rosenhügel.

Wir wollen

  1. Wir wollen die mittelständischen Unternehmen durch gezielte und aktive Wirtschaftsförderung und Bestandspflege weiter nachhaltig stärken.

  2. Die wichtigste Aufgabe der Wirtschaftsförderung hinsichtlich der Standortentwicklung und -vermarktung ist die Bereitstellung neuer Gewerbeflächen. Wir müssen eine vorausschauende Flächenplanung im  Fokus haben, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue anzusiedeln.

  3. Wir wollen die Partnerschaften zwischen Velberter Unternehmen, der Wirtschaftsförderung und ortsansässigen Institutionen neu entwickeln bzw. weiter verstärken. Dadurch können wichtige Synergien erreicht werden.

  4. Wir wollen alle Märkte und Angebote in einem internetgestützten Portal bündeln. Dies gilt z.B. für den Immobilien-, Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Die Standortattraktivität wird vor allem auch beim Wettbewerb um qualifiziertes Fachpersonal bei lokal tätigen Unternehmen immer wichtiger.

  5. Wir wollen einen flächendeckenden Breitbandausbau für Velbert, denn ein Glasfasernetz ist ein wichtiger Beitrag für die Stärkung unsere Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort und stärkt insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit unserer mittelständischen Unternehmen.

  6. Wir wollen eine kompetente Fachverwaltung, die aktiv kommunale Wirtschaftspolitik betreibt, welche die unternehmerische Leistungsbereitschaft anerkennt und unterstützt. Sie muss gute Rahmenbedingungen vor Ort schaffen und fairen Wettbewerb ermöglichen.

  7. Wir wollen die Steuerbelastung für unsere Unternehmen und Bürger so gering wie möglich halten.

  8. Wir setzen uns bei Bund und Land dafür ein, dass ein gerechtes Konzept zur Stabilisierung der Gemeindefinanzen erarbeitet und mittelfristig beschlossen wird.

Handel/Innenstädte stärken

Neben Gastronomie, Biergärten und Straßencafés ist das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen ein wichtiges Kriterium der Stadtqualität insgesamt. Umso schöner, wenn die Fußgängerzonen mit Plätzen und innerstädtischem Grün die Verweildauer erhöhen und zu einem Einkaufsbummel einladen. Mietpreise und die qualitative Nutzungsart von Immobilien bleiben in der Hand der Eigentümer. Politik kann hier nur einen Handlungsrahmen setzen und hoffen, dass Investoren und Eigentümer zum Wohle der Stadt handeln.


Wir wollen

  1. Wir setzen uns für die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ein, um aktive Stadt- und Ortsteilzentren zu erhalten.

  2. Wir wollen Velbert-Mitte als Einkaufsstadt für alle Velberter intensiv fördern und die Fußgängerzone attraktiv gestalten, damit die Velberter ihre Waren häufiger vor Ort einkaufen und weniger in die umliegenden Städte fahren.

  3. Wir wollen die Velberter Fußgängerzone im Sinne einer attraktiven Einkaufs- und Erlebnismeile weiterentwickeln, die noch mehr als heute zum Verweilen einlädt.

  4. Die Attraktivität der Innenstädte ist entscheidend für die Akzeptanz bei Besuchern, Händlern und Kunden. Auch hier müssen die Auswirkungen der sogenannten „weichen Standortfaktoren“ berücksichtigt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass sukzessive barrierefreie Ladenlokale (Eingänge) entstehen.

  5. Wir wollen vordringlich an einer generellen Lösung für leerstehende Geschäftshäuser in bester Innenstadtlage arbeiten und hoffen, dass die ansässigen Einzelhändler und Eigentümer die gute Idee einer Immobilien- und Standortgemeinschaft zur Stärkung der Fußgängerzone unterstützen.

  6. Die Einkaufs- und Aufenthaltsqualität wird durch die geplanten Projekte „Zentraler Omnibusbahnhof“ (ZOB) und die Umgestaltung des Platzes Am Offers maßgeblich beeinflusst werden. Neue Nutzungsüberlegungen müssen für den Innenstadtbereich am Forum und die Villa Herminghaus erfolgen. Die bisherigen Nutzungskonzepte müssen wertfrei diskutiert und gegebenenfalls angepasst werden.

  7. Wir wollen attraktive Konzeptionen erarbeiten, die zur Schließung der Lücken am ehemaligen Standort von Karstadt bzw. Hertie, dem Heka-Center und dem alten Marktzentrum führen.

  8. Wir wollen prüfen, ob der Bereich zwischen Friedrichstraße, Corbygasse und Europaplatz mit den Nutzungsschwerpunkten Wohnen, Einkaufen und Freizeit entwickelt werden kann.

  9. Wir wollen die Aufenthaltsqualität im Bereich der Bahnhofstraße verbessern und setzten uns ein für eine attraktive Platzgestaltung an der Ecke Bahnhofstraße/Friedrichstraße (roter Schirm).

  10. Wir setzen uns ein für das Entstehen weiterer Gastronomiebetriebe in der Innenstadt.

  11. Wir setzen uns ein für einen professionellen Citymanager zur Stärkung des Einzelhandels in allen drei Innenstädten, vor allem da, wo es keine funktionierenden Werbegemeinschaften gibt.

  12. Wir wollen die Nahversorgung in den Stadtteilen und Wohnquartieren langfristig sichern. Nahversorgungszentren wie zum Beispiel „Birth/Losenburg“, „Am Berg“ und „Nordpark“ müssen über Planungsrecht langfristig gesichert werden.

  13. Für Langenberg und Neviges muss ein den Identifikationsmerkmalen entsprechendes Marketingkonzept zur Steigerung des Tagestourismus und der Besucherfrequenz erarbeitet werden. In Langenberg muss eine Nutzungskonzeption für das bald wieder eröffnete Bürgerhaus gefunden werden, die auch tagsüber Besucher in die Hauptstraße zieht und durch die die ansässigen Einzelhändler Unterstützung finden. Hierzu müssen zur Attraktivitätssteigerung alle Kräfte gebündelt werden. Ein Marketingkonzept muss neben dem stadtbildprägenden Denkmalschutz, die ehrenamtlichen Vereine wie u.a. die Bücherstadt, das Kunsthaus Langenberg – Alldie Kunst auch kommerzielle Einrichtungen wie den Kletterpark und den Sender einbeziehen. Wir setzen uns ein für eine Belebung der Innenstadt von Neviges. Eine Möglichkeit dazu sehen wir in der Umsetzung von flankierenden Maßnahmen zur Unterstützung des Einzelhandels. Hierzu zählt eine bessere Vermarktung der historischen und touristisch interessanten Gebäude und Plätze wie Dom, Rundling ev. Kirche, Platz „Im Orth“ und das Kulturensemble Schloss Hardenberg. Und wir müssen Wege finden, wie die Sanierung des Schlosses Hardenberg und der Kasematten langfristig umsetzbar ist.