Wir werden auch künftig unsere Stadtteile durch die Schaffung eigener Identitäten stärken. Zukunft richtig gestalten, heißt daher für die CDU Velbert: Chancen und neue Perspektiven in jedem einzelnen Stadtteil zu entwickeln. Eine gleichberechtigte Ent-
wicklung der Stadtteile ist dabei genauso erforderlich wie die Rücksichtnahme auf ganz individuelle Bedürfnisse vor Ort.


Das haben wir erreicht

  1. In den letzten Jahren sind in Velbert große Anstrengungen im Rahmen der Stadt-
    umbauprogramme in der Nordstadt und in Birth erfolgt. Durch die Fördermittel aus den Programmen Stadtumbau West und Soziale Stadt Birth-Losenburg sind Wohn-
    quartiere stark aufgewertet worden.

  2. Planung und Umsetzungsbeschluss für einen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Durch die Anlage eines solchen ZOB wird das Liniennetz des ÖPNV optimiert und
    für die Bürger deutlich attraktiver. Damit werden künftig Fahrten mit vielen Um-
    stiegen vermieden. Kundenfreundlich wird der Busverkehr, da die Ein- und Aus-
    stiegshaltestellen künftig an einem Ort liegen.

  3. Unser Stadtbild hat sich in den letzten Jahren sehr positiv verändert und zahlreiche Bauprojekte sind entstanden: das Medicum an der Blumenstraße das Gesundheits-
    haus an der Noldestraße, das Einkaufszentrum an der Kleestraße, das Neubauge-
    biet und das Einkaufscenter an der Schmalenhofer Straße im Bereich der ehema-
    ligen Gewerbefläche Woeste, das Einkaufszentrum am Rosenhügel, das Autohaus Pro-Car mit Firmenzentrale an der Werdener Straße, die Standorterweiterung der Firma Rehmann, das Nahversorgungszentrum „Am Berg“ mit neuen Wohn- und Geschäftshäusern, die Wohn- und Geschäftshäuser an der Schlossstraße etc.

  4. Seit einigen Jahren erhalten junge Familien günstige Konditionen beim Kauf von städtischen Grundstücken für den Bau ihrer Eigenheime.

Wir wollen

  1. Wir wollen auch in Zukunft mit dem Gut „Fläche“ sparsam umgehen und stehen zu dem Grundsatz „Innenentwicklung kommt vor Außenentwickung“

  2. Wir schaffen die erforderlichen Rahmenbedingungen für ein lebendiges Stadt-
    zentrum und attraktive Stadtteile.

  3. Wir wollen die Wohnquartiere aller Stadtteile durch weitere Sanierungsmaßnahmen verbessern. Dazu zählt die Steigerung des Freizeitwertes für Kinder in Form von Spielplätzen und für ältere Menschen durch parkähnliche Flächen mit Bänken und Spielen (Schach, Boule etc.).

  4. Wohnquartiere müssen durch Barrierefreiheit, durch verschiedene Betreuungsan-
    gebote für ältere Mitbürger und Begegnungseinrichtungen aufgewertet werden. Vorzeigeprojekte wie das Bürgerzentrum BILO in Birth, welches in der umgebauten Erlöserkirche entstanden ist, sind möglicherweise auch an anderer Stelle sinnvoll
    und möglich.

  5. Wir unterstützen den Trend zum stadtnahen Wohnen, indem wir weitere Wohnquar-
    tiere entsprechend entwickeln wollen. Die Nutzungsformen Wohnen, Einkaufen und Freizeit sind dabei immer gemeinsam zu betrachten. In diesem Zusammenhang kommt der Vermarktung von aufgegebenen öffentlichen Stadtorten wie der Astrid-Lindgren-Schule, der Sonnenschule, dem David-Peters-Haus und dem Krankenhaus in Neviges eine besondere Bedeutung zu.

  6. Neue Entwicklungsperspektiven müssen für den Bereich Im Koven/ Wilhelmstraße und Krankenhaus gefunden werden.

  7. Die Stadtbezirke Langenberg und Neviges müssen als bevorzugte Wohnlage weiter entwickelt werden. Hierfür muss an allen nur möglichen Stellschrauben für eine positive Standortentwicklung gearbeitet werden. Das bezieht auch die Innenstadt-
    entwicklung von Langenberg und Neviges mit ein.

  8. Wir werden unsere Strategie der Stadtentwicklung besonders zum Wohle der Familien und älteren Menschen fortsetzen. Wichtige Elemente sind dabei die Schaffung intakter und abwechslungsreicher (auch innerstädtischer) Grünzonen sowie die Entlastung der Wohnbereiche von Verkehr- und Industrieemissionen.

  9. Wir wollen uns nach dem Prinzip „Familien bauen Zukunft!“ an einer zielgruppen-
    orientierten Wohnungspolitik ausrichten.

  10. Das heißt auch, dass wir das Mehrgenerationenwohnen fördern, um Familiennetz-
    werke in ihrer Entlastungs- und Unterstützungsfunktion für Kernfamilien, Allein-
    erziehende und Ältere zu stärken und preiswerten Wohnraum zu erhalten.

  11. Wir wollen Familien beim Bau von Eigenheimen in bestimmten Baugebieten durch
    die Möglichkeit von Eigenleistungsprojekten möglichst viel Freiheit einräumen: Da-
    durch können sie unabhängig von einem vorgegebenen Bauträger ihr Eigenheim
    verwirklichen.

  12. Zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen müssen neue Gewerbeflächen
    entwickelt werden, wobei die Belastung für angrenzende Anwohner so gering wie
    möglich sein muss. Bereits ausgewiesene Gewerbeflächen müssen auf Einschränk-
    ungen hinsichtlich des Umfeldes geprüft und es muss nach einer Verbesserung
    der Situation gesucht werden.  

  13. Eine neue Verkehrsregelung für Velbert-Mitte, die weitestgehend eine Aufhebung
    der Einbahnstraßen vorsieht, muss schnellstens im Rahmen der Planungen zum
    Zentralen Omnibusbahnhof umgesetzt werden. Die Parkplatzsituation muss den
    neuen Gegebenheiten angepasst werden und ein Parkleitsystem muss eingerichtet
    werden.

  14. Weiterhin muss nach Wegen gesucht werden, wie der Durchgangsverkehr von
    Norden nach Süden entlang der Friedrich-Ebert-Straße und von Osten nach Westen
    entlang der Langenberger Straße reduziert werden kann bzw. wie sich der Abfluss
    durch Optimierungsmaßnahmen in den Spitzenzeiten verbessern lässt.

  15. Im Rahmen der ÖPNV-Optimierung müssen Mängel im Netzplan beseitigt und
    Linien optimiert werden. Insbesondere die Anbindung der Stadtbezirke Langenberg
    und Neviges an öffentliche Einrichtungen wie das Klinikum Niederberg, das Rathaus
    und das Sportzentrum muss verbessert werden. Das gilt auch für die Verknüpfung
    von Velbert-Mitte an die S-Bahn-Haltepunkte in Langenberg und Neviges.

  16. Anwohner im Bereich von Durchgangsstraßen haben einen besonderen Anspruch
    auf lärmschützende Maßmahnen. Entsprechende Maßnahmen wie Flüsterasphalt
    und Isolierverglasung sollen im Rahmen von Sanierungen stärker Beachtung finden
    und umgesetzt werden.

  17. Energiesparende und umweltschonende Leuchtmittel in Straßen- und Gebäude-
    beleuchtungen sind weitestgehend nach dem aktuellen Stand der Technik zu ver-
    wenden. Geprüft werden muss weiterhin, ob Elektroautos oder vergleichbare
    Techniken bei städtischen Fahrzeugen Anwendung finden können.

Demographisches Handlungskonzept – Ziel- und Maßnahmenpaket für Velbert

Wir sehen die Gestaltung des demographischen Wandels als eine gesamtgesellschaft-
liche Herausforderung, welcher wir mit geeigneten Konzepten und kompetenter Be-
ratungstätigkeit begegnen müssen.

Die Richtung unserer demographischen Entwicklung ist vorgezeichnet. Der Alte-
rungsprozess unserer Gesellschaft lässt die Bevölkerungspyramide allmählich zu
einem „Bevölkerungspilz“ werden. Das heißt, die Stadt Velbert altert und schrumpft.

Seit dem Jahr 2006, in dem wir mit unserem Antrag ein demographisches Hand-
lungskonzept eingefordert und erhalten haben, ist viel geschehen. Basis für viele
Einzelmaßnahmen ist ein durch uns entstandener fachübergreifender Ziel- und
Maßnahmenkatalog für eine zukunftsorientierte gesamtstädtische Entwicklung.

Die wichtigsten Ziele unseres Handelns sind in Zukunft

  1. Wir wollen den Bevölkerungsverlusten entgegenwirken, die Zahl der Neubürger steigern und die Zahl der Abwanderungen reduzieren.

  2. Wir wollen einen speziellen Maßnahmenkatalog zur Begleitung des demogra-
    phischen Wandels entwickeln.

  3. Wir wollen die Integration der in Velbert lebenden Migranten verbessern.

  4. Wir wollen eine umfassende Analyse der Auswirkungen des prognostizierten Einwohnerrückgangs, u.a. hinsichtlich der Dienstleistungen der Stadtverwaltung, Schulraum, Kinderbetreuung, sozialer Infrastruktur, ÖPNV, altengerechten Wohnformen, Pflegeeinrichtungen.

  5. Integrations- und Einbürgerungsprogramme sind weiterzuentwickeln und zu optimieren. Mit ihnen ist sichergestellt, dass sich die hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund auch tatsächlich sprachlich und kulturell integrieren. Die Vermittlung unserer gesellschaftlichen Werte, Lebens- und Umgangsformen muss neben der sprachlichen Integration in den Fokus gerückt werden.

  6. Durch gezielte Maßnahmen muss einer Segregationstendenz entgegengewirkt werden.

Laut Studienergebnissen der Bertelsmann-Stiftung muss Velbert von 2009 bis 2030
mit Bevölkerungsverlusten in Höhe von 13,6 % rechnen, wohingegen der Landes-
durchschnitt bei immerhin nur minus 5,3 % liegt und der Kreis Mettmann mit einer
Reduzierung von 8,9 % der Einwohner zu rechnen hat.

Für die Stadt Velbert bedeutet „minus 13,6 %“ eine Reduzierung um fast 11.000 Men-
schen; das ist in der Summe mehr als die zurzeit gemeldeten Einwohner mit Haupt-
wohnsitz in den Stadtteilen Birth und Losenburg zusammen.

Diese gravierende Entwicklung hat dramatische Auswirkungen auf alle Bereiche kom-
munalen Handelns, angefangen beim sinkenden Steueraufkommen vor Ort und dem
damit einhergehenden eingeschränkten finanziellen Handlungsspielraum über einen
veränderten Bedarf an Dienstleistungen der Stadtverwaltung bis hin zu sich veränd-
ernden Bedürfnissen hinsichtlich der Kinderbetreuung, Schulraum, sozialer Infrastruktur,
ÖPNV oder altengerechten Wohnformen, Wohnumfeld und Pflegeeinrichtungen, medizi-
nischer Nahversorgung etc.

Politik und Verwaltung sind nun gefragt, durch entsprechende Lösungsansätze diese
Entwicklung abzufedern. Wir gehen davon aus, dass Velbert einen Standortvorteil
geltend machen kann, der für die meisten Städte im Ruhrgebiet unerreichbar ist: die
Lage als Mittelstadt im Grünen mit einem großen Reservoir an Naherholungsmög-
lichkeiten und ruhigen Wohnlagen.

Gerade mit Blick auf die alternde Gesellschaft ist eine gute medizinische Versorgung
in der näheren Umgebung ein nicht zu verachtendes Kriterium bei der Wohnortwahl.
So ist für eine umfassende Krankenversorgung in unserer Region das Klinikum
Niederberg unabdingbar.

Aus diesem Grunde hat sich die CDU in der Vergangenheit mit Unterzeichnung der
Niederberg Erklärung und entsprechenden Beschlüssen im Rat der Stadt Velbert für
den Erhalt des Klinikum Niederbergs in kommunaler Trägerschaft eingesetzt. Auch
in Zukunft werden wir uns dafür einsetzen, dass die Stadt Velbert als ein Träger
des Klinikums im Rahmen ihrer Möglichkeiten den damit verbundenen finanziellen
Verpflichtungen nachkommen wird.