Kluge Bildungspolitik zahlt sich aus – Bildung ist der wichtigste Schlüssel zu einem selbstbestimmten erfüllten Leben. Sie eröffnet die Möglichkeit zu gesellschaftlicher Teilhabe und die Chance zu anspruchsvollen beruflichen Perspektiven. Sie ist verantwortlich für den Wohlstand und die Innovationskraft unserer Gesellschaft.

In den vergangenen Jahren haben wir die Bausubstanz und Ausstattung unsere Schulen erheblich verbessert. Auch wenn die Zahl der Schüler drastisch sinkt, so steigen doch die Anforderungen an unsere Schulen. Sie müssen Raum bieten für neue pädagogische Konzepte, die auf die Defizite im Bildungssystem und in den Elternhäusern reagieren.

Wir sprechen uns daher für eine innovative und leistungsfähige Schullandschaft aus, die den verschiedenen Begabungen unserer Kinder gerecht wird.


Das haben wir erreicht

  1. Wir haben sichergestellt, dass alle Velberter Kinder auch in Zukunft eine Schule in
    der Nähe ihres Wohnortes besuchen können. Für uns gilt weiterhin das Prinzip:
    „Kurze Beine – kurze Wege“.

  2. Durch den Umzug und die Nutzung eines renovierten Gebäudes haben wir die Katholische Grundschule „Sonnenschule“ in Neviges gestärkt.

  3. Zahlreiche Schulgebäude haben wir modernisiert. Dadurch sind sie z.B. energetisch auf den neusten Stand gebracht worden.

  4. 26,2 Mio. € sind in den vergangenen Jahren in die Sanierung unserer bestehenden Schulen geflossen. Somit ist ein Großteil der Velberter Schulen in einem guten Zustand.

  5. In den letzten Jahren haben wir alle weiterführenden Schulen mit einer Mensa ausgestattet. Damit haben wir einen erheblichen Qualitätssprung im Ganztags-
    betrieb der Schulen erreicht.

  6. Der Campus Velbert/Heiligenhaus mit dem Institut für Sicherungssysteme der Bergischen Universität Wuppertal an der Talstraße und der Dependance der Fachhochschule Bochum macht uns zum Hochschulstandort und erleichtert den ortsansässigen Unternehmen den Zugriff auf gut ausgebildete Fachkräfte.

Wir wollen

  1. Wir wollen eine individuelle Förderung unserer Kinder und sind deshalb für die Beibehaltung des vielfältigen Schulsystems in Velbert. Denn das entspricht den unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen unserer Kinder und Jugendlichen.

  2. Die CDU wird das weiterführende Schulangebot in allen drei Ortsteilen durch zeitgemäße und qualitativ anspruchsvolle Lösungen stärken. Damit bietet die Stadt eine attraktive Schullandschaft, die sowohl den Weg zur beruflichen Ausbildung als auch zur Hochschulreife ermöglicht.

  3. Wir wollen, dass die drei Gymnasien sowie mindestens jeweils eine Haupt bzw. Sekundar- und Realschule in Velbert nachhaltig bestehen bleiben. Deshalb lehnen
    wir eine dritte Gesamtschule für Velbert ab.

  4. Unser Ziel ist in erster Linie die Sicherstellung eines ortsnahen und zukunftssicheren Schulangebotes. Wir wollen auch künftig allen Kindern gemäß dem Prinzip „Kurze Beine – kurze Wege“ eine Beschulung in ihrer Wohnumgebung sichern.

  5. Auch wenn in der Schullandschaft Anpassungen an den demographisch bedingten Schülerrückgang im Grundschulbereich notwendig werden, arbeitsfähige und große Grundschulen sollen weiterhin ungefährdet bestehen. Kleinere Einheiten können durch Zusammenlegungen und Verbundlösungen erhalten bleiben.

  6. Das Angebot der Offenen Ganztagsgrundschule soll im Bereich der räumlichen, sächlichen und personellen Ausstattung bedarfsgerecht vor allem in neuen Wohngebieten weiter ausgebaut werden.

  7. Für die CDU in der Verantwortung als Schulträger gilt das Prinzip: Gute Schule in guten Gebäuden! Wir werden die notwendigen Instandsetzungs und Renovierungsmaßnahmen an unseren Schulen fortsetzen.

  8. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Schulen soll optimiert werden. Beispiel einer solchen Optimierung kann die Abstimmung der beweglichen Ferien-
    tage aller Velberter Schulen auf einheitliche Termine sein. Schulverwaltungs-
    assistenten können dabei ein wichtiges Qualität sicherndes Element sein. Sie übernehmen notwendige Verwaltungsaufgaben und können dadurch sowohl die Schulleitungen als auch die Lehrerinnen und Lehrer von bürokratischen Lasten befreien. Wir werden uns beim Land dafür einsetzen, dass Velberts Schulen durch Schulverwaltungsassistenten auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit unterstützt werden.

  9. Wir werden uns dafür stark machen, dass die Schulsozialarbeit an den Schulen vom Land weiter finanziert wird. Sie ist ein unersetzbares und notwendiges pädagogisches Element für Schulqualität vor allem in Zeiten der schulischen Inklusion.

  10. Wir verstehen den Prozess der Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und werden alles tun, diesen umfassend umzusetzen. Menschen mit Beein-
    trächtigungen müssen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, denn sie sind ein Teil dessen. Das muss für jeden selbstverständlich werden. Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, die UN Behindertenrechtskonvention im Sinne der Kinder mit besonderem Förderbedarf umzusetzen und sich entsprechend an den Kosten zu beteiligen. Dabei dürfen die Schulträger weder inhaltlich noch finanziell überfordert werden. Gleichzeitig muss dabei die Versorgung der Schulen mit Sonderpädagogen gewährleistet sein.

  11. Für die CDU darf es vor allem keine Qualitätsverschlechterung in den Schulen, sowohl in den Regelschulen als auch in den Förderschulen, durch Inklusion geben. Ansonsten werden die Kinder die Verlierer sein und die Akzeptanz dieser wichtigen gesellschaftlichen Herausforderung in der Bevölkerung wird sinken.

  12. An erster Stelle steht für die CDU das Elternwahlrecht. Die Wahlfreiheit zwischen einer Regelschule und einer Förderschule darf nicht beschnitten werden. Um dies zu gewährleisten, ist eine enge Zusammenarbeit bei der Ausgestaltung des Förderschulangebots mit dem Kreis notwendig.

  13. Die CDU wird sich für ein „Unterstützungszentrum Inklusion“ einsetzen. Es soll die unterschiedlichen Hilfssysteme und Dienste für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf wie Jugendhilfe, schulpsychologischer Dienst, Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik bündeln. Es kann Fortbildungen für Regel-schullehrer im Bereich Inklusion anbieten, den Übergang von Kindern mit Förderbedarf von der Grundschule in die weiterführende Schule verbessern und Anlaufstelle und Ankerpunkt für die Sonderpädagogen sein, inklusiv an den Regelschulen arbeiten. Gleichzeitig kann es in Notfällen einen zeitweiligen ‚Rückzugsort‘ für Kinder und Jugendliche bieten, deren sonderpädagogische Förderung und Unterstützung Anforderungen notwendig machen, die durch qualitativ angemessene inklusive schulische Arbeit nicht geleistet werden kann.

  14. Außerordentlich wichtig in allen Bildungsbiographien sind die unterschiedlichen Übergänge von einem Bildungssystem in ein anderes. An diesen Nahtstellen ist die Gefahr des Scheiterns besonders hoch. Dieser Bedeutung ist sich die CDU Velbert bewusst. Deshalb wollen wir Anreize schaffen, um die Kooperation zwischen den Kindertagesstätten und den Grundschulen in Velbert zu intensivieren. Der Übergang von der KITA kann dadurch für die Primarschüler verbessert und erleichtert werden.

  15. Die CDU wird sich daher auch für ein „Velberter Bündnis für Bildung“ stark machen. Dabei sollen möglichst alle Bildungseinrichtungen vernetzt und der Kontakt zu den Betrieben und Unternehmen noch enger gestaltet werden. Hierbei können Anreize zur Verbesserung des Übergangs von Schule in den Beruf geschaffen werden. Ein Ziel ist es, eine Berufsorientierungsmesse (analog der Seniorenmesse und der Ehrenamtsbörse) zur Verbesserung der Berufsorientierung in Velbert zu veranstalten.

  16. Durch das „Bündnis für Bildung“ soll der Hochschulstandort Velbert sichtbarer werden. Dies kann bspw. durch Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen bzw. anderen Bildungsgängen geschehen. Von solchen Kooperationen profitieren alle Schüler, Auszubildenden und Studenten, aber auch unser Industrie-standort Velbert. Das neu eingerichtete Schülerlabor ist hierfür ein gutes Beispiel und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

  17. Wir unterstützen die Möglichkeit der Fragestunde im Jugendhilfeausschuss, um interessierten Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich über die sie betreffenden Themen zu informieren und eigene Wünsche vorzubringen.

  18. Wir möchten verstärkt junge Menschen mit guten Ideen für die Politik gewinnen und setzten uns daher für Konzepte ein, die engagierte Kinder und Jugendliche in Meinungsbildungs- und Gestaltungsprozesse einbeziehen.