Auf dem Kreisparteitag in der Neandertalhalle in Mettmann wurden Bürgermeister Dirk Lukrafka und Mareike Bolz mit überzeugenden Ergebnissen in den Vorstand der Kreis-CDU gewählt. Damit ist Velbert seit langer Zeit wieder mit zwei direkt gewählten Kandidaten im Kreisvorstand der CDU Mettmann aktiv.

Dr. Jan Heinisch wurde als CDU-Kreisvorsitzender wiedergewählt. Heinisch verwies in seinem Bericht auf die erfolgreichen beiden Jahre, die hinter der CDU im Kreis Mettmann liegen. Heinisch blickte auch nach vorn auf die für 2017 anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen. „Wir haben in einem sehr sachlichen Wettstreit hervorragende Kandidaten nominiert. Jetzt werden wir gemeinsam alles daran setzen, dass wir nicht nur die zwei Bundestagswahlkreise, sondern auch wieder die vier Landtagswahlkreise direkt gewinnen.“ Unter anderem die Stau-Lage auf den Straßen im und um den Kreis Mettmann führe einem tagtäglich vor Augen, wie notwendig ein Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen sei. „Gute Straßen und sonstige Infrastruktur tun uns allen gut. Die muss man vorantreiben und nicht ausbremsen“, forderte Heinisch.
 
Darüber hinaus feierte die Union auf dem Parteitag ihr 70-jähriges Jubiläum. Der Europaabgeordnete und frühere Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen Herbert Reul gab in seiner Festrede einen kurzen Rückblick auf „70 gute und erfolgreiche Jahre für unser Land“. Die CDU habe in den vergangenen sieben Jahrzehnten bewiesen, dass sie die Herausforderungen annehmen und Politik gestalten kann und will. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen, wie dem Erstarken der Populisten am rechten Rand, rief Reul dazu auf, sich „intensiver um die Menschen zu kümmern und Politik besser zu erklären.“
 
Der Landtagsabgeordnete Dr. Wilhelm Droste, der bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr kandidieren wird, dankte den Parteifreunden für die Unterstützung in den vergangenen fast 22 Jahren als Abgeordneter. Zugleich äußerte Droste seine Sorge um die Zukunft des Landes. „In vielen Bereichen sei NRW schlecht aufgestellt.“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Rekordverschuldung und auf das Scheitern des Kernprojekts der rot-grünen Landesregierung „Kein Kind zurücklassen“. Mit dem Lieblingsprojekt der Ministerpräsidentin wurde eine massive Ausweitung der Verschuldung begründet, so Droste, aber den Kindern geht es heute schlechter.